Deichselpfennig

Schon lange vor den Chausseegeldern erhoben einige Städte einen sogenannten „Deichselpfennig“ für jedes Fuhrwerk, das durch die Stadt oder über eine bestimmte Brücke fuhr. Altlandsberg nutzte diese Geldquelle, ebenso die Stadt Rathenow und weitere Städte. Google wirft unter dem Stichwort einige Seiten aus, bei Wikipedia gibt es noch keinen Beitrag…

Literaturhinweise

Tja, es gibt da sehr wenig….

1. aus der Zeitschriftenreihe „Die Mark Brandenburg“ Heft 11, Lucie Großer Verlag Berlin, 1993, ISSN 0939-3676

2. Jährlich wiederkehrend gibt es in Potsdam oder Umgebung eine Ausstellung:

"Chausseen - Alleen - Meilensteine - Chausseehäuser",
vom 12.6. bis 11.7

Industrie- und Handelskammer Potsdam, Breite Straße 2 a-c
Montag bis Freitag 8 bis 18 Uhr.

Das Begleitmaterial zur Ausstellung im vergangenen Jahr in Nedlitz sah so aus:

kurze Einführung

Chausseehäuser in Brandenburg

Die LKW-Maut ist nach einigen Startschwierigkeiten in Kraft getreten und nun wird fleißig über die Mautbrücken auf den Autobahnen kassiert.

Es gab jedoch Vorläufer dieser Mautbrücken, auch wenn sie fast in Vergessenheit geraten sind. Von Chausseehäusern ist hier die Rede. Anfang des 19. Jh. begann in Preußen der Ausbau der Chausseen, teilweise öffentlich finanziert, teilweise aber auch durch private Investoren gebaut und betrieben. Damit
das Chausseegeld kassiert werden konnte, wurden Schlagbäume errichtet, die sich erst nach Entrichtung der Gebühr für die Fuhrwerke öffneten.
Direkt dort errichtete man auch die Gebäude zur Unterbringung der Kassierer, typisch waren die kleinen Erker zur besseren Sicht auf die
Chaussee nach beiden Seiten und natürlich die Lage direkt am Verkehrsweg. Teilweise dienten die Gebäude auch zur Unterbringung der Chausseewärter, die für die Instandhaltung der Chausseen verantwortlich waren.

Zum Ende des 19. Jh. wurden alle privat betriebenen Chausseen ohne Entschädigung verstaatlicht (der Gewinn der Könglich-Preussischen Eisenbahn überstieg zu dieser Zeit die Summe aller anderer Steuereinnahmen und natürlich wurden die Waren auch vornehmlich per Bahn transportiert), dann auch irgendwann die Schlagbäume abgebaut. Dennoch haben sich viele dieser typischen Gebäude erhalten, die ich hier exemplarisch zeige.

Literaturhinweis: „Die Mark Brandenburg“ Heft 11, Zeitschriftenreihe Lucie Großer Verlag Berlin 1993, ISSN 0939-3676