Wegehaus und Wirtshaus Auerhahn (Harz)

Tja, ich bin mir nicht ganz sicher, was ich an der B241 zwischen Goslar und Clausthal-Zellerfeld gefunden habe? Im Artikel https://de.wikisource.org/wiki/Die_Straßen_im_Oberharz werden die Wegehäuser im Harz beschrieben, bin mir nur nicht sicher, welches Gebäude dort die Rolle der Zahlstelle wahrgenommen hat. Möglicherweise hat das größere Gebäude mit der blauen Holzverkleidung diese Aufgabe gehabt, heute ist es eine Gaststätte. Aber auch das braune Holzgebäude könnte der Standort für den Chausseewärter gewesen sein….

Fotografiert im September 2023

Ballenstedt OT Zehling

Wer am Zollhaus Ballenstedt an der Kreuzung in Richtung Norden abbiegt, kommt an diesem Chausseehaus vorbei. Interessanterweise hat die Straße heute keine Bedeutung mehr, sie ist als Sackgasse ausgeschildert. Nach Norden gibt es die Ortschaft Badeborn, die wird heute auf anderen Straßen erreicht. Möglicherweise ist der Flughafen Ballenstedt-Quedlingburg mit seiner Geschichte der Grund für die unterbrochene Straßenverbindung.

Wegemuseum Wusterhausen

In der Dauerausstellung vom Wegemuseum Wusterhausen wird die Entwicklung des Verkehrs gezeigt. Im obigen Gebäude wird mit einigen Exponaten die Reisetätigkeit von der Frühzeit bis zum Ende der DDR dargestellt, mit dem lokalen Schwerpunkt entlang der Poststraße Hamburg-Berlin/der F5 der DDR und der heutigen B5. Beim Blick auf das Gebäude und dem heutigen Trend in der Museumslandschaft zu „einfachen Erreichbarkeit des Publikums“ wird verständlich, das der Aufenthalt nicht lange dauern wird.
An der Kasse das erste kleine Problem, Kartenzahlung wird nicht akzeptiert und doch hat man kein Wechselgeld, um den Fünf-Euro-Schein mit dem 4,00 Euro Ticket auszugleichen. Im Museumsshop gab es keine passende Literatur, nur Reiseführer für die Region, schade.

Das Thema Chausseen und ihre Entwicklung ist auf einen Bereich von 2×3 Meter begrenzt, dementsprechend war der Informationsgewinn geringer als erhofft. Im Eingangsbereich gab es noch ein Querschnitt durch einen Weg, wo die Schichten vom Bohlenweg bis zur Asphaltdecke schön nachvollziehbar waren.

Die Fahrradinitiative Lauenburg hat dann im weiteren Teil der Ausstellung noch mein Aufmerksamkeit gefunden, da werde ich mal ein wenig googeln 😉

Zollhaus Goyatz

Alle folgenden Angaben stammen von der Eignerin des Zollhauses, sie war so freundlich, mir die besondere Situation zu erzählen. Das Zollhaus wurde 1805 gebaut, hier wurde der Warenstrom zwischen Preußen und Sachsen verzollt. Aus/in Richtung Norden kamen die Kaffenkähne mit den Waren an, hier wurde für den Landtransport umgeladen. Es ging dann mit der Pferdebahn weiter in Richtung Lübben/Peitz/Cottbus. Oder auch umgekehrt.

Heute liegt das Zollhaus sehr ruhig und in der Nähe das Schwielochsees, der Verkehr hat andere Wege gefunden. Wenn man sich die Karte bei Openstreetmap jedoch anschaut, dann sieht man noch Hinweis auf die alte Pferdebahn.
Link zur Pferdebahn zwischen Cottbus und dem Schwielochsee
Link zur Übernachtung im Zollhaus

Vielen Dank an die Eignerin für die Informationen!

Fotografiert im August 2023