Torhäuser Schorfheide

Die Schorfheide im Norden Brandenburg war über Jahrhunderte das Jagdgebiet der regierenden Eliten in Deutschland, in der „Tradition“ nahezu ohne Unterbrechung von den Kaisern über die Nazis bis hin zu den SED-Oberen.
Wie in anderen herrschaftlichen Jagdgebieten gab es auch hier einen Wildzaun und entsprechende Torhäuser an den wichtigen Zufahrten/Durchfahrten.

Torhäuser Gollin

Am „Nordausgang“ der B109 (in Brandenburg teilweise zur L100 herabgestuft) befindet sich dieses Torhaus, zusammen mit anderen forstwirtschaftlichen Einrichtungen.

Groß Schönebeck

Am „Südausgang“ der B109/L100 befindet sich das Torwärterhaus etwas außerhalb der Ortschaft Groß Schönebeck.

Wucker

Tief innerhalb der Schorfheide gibt es noch die Torhäuser Wucker, die Gebäude und das dortige Portal war während der Zeit von Carinhall „relevant“, heute gibt es keinen nennenswerten Verkehr mehr. Auf den kleinen Wachhäusern direkt am Portal sind noch die Marschall-Stäbe von Göring erkennbar.

Rest vom Wildzaun? Fotografiert direkt hinterm Torhaus Gollin

Fotografiert im Sommer 2025

Chausseegeldtarife

In der aktuellen Ausstellung des Eberswalder Museums wird eine Tür gezeigt, die die Chausseegeldtarife aus der Region auflistet. Einerseits ist gut erkennbar, wie dicht das Netz der Hebestellen war und andererseits wurde eben nicht nur für Fuhrwerke Chausseegeld erhoben, sondern auch für Vieh.

Update und Literaturhinweis:
Lt. einem Artikel gibt es im Heimatmuseum Strausberg und im Heimatmuseum in Gransee ähnliche Tafeln. Der Artikel von Alexander Sachse wurde in der Ausgabe Juni 2015/26 der „Museumsblätter“ veröffentlicht. Herausgeber ist der Museumsverband des Landes Brandenburg e.V., Am Bassin 3, 14467 Potsdam. Die ISSN lautet 1611-0684