Gosen-Neu Zittau

Dieses Gebäude liegt heute abseits der Verkehrsströme an der Friedersdorfer Straße in Gosen-Neu Zittau. Bis 1945 war diese Straße durchgehend, seit der Brückensprengung der Brücke über den Oder-Spree-Kanal zum Ende des 2. Weltkrieges sind beide Abschnitte Sackgassen geworden, teilweise wurden auch Teilstücke als Straße entwidmet. Die Strecke ist in einem schlechten Zustand, teilweise zugewachsen und nur noch eingeschränkt befahrbar.

Der Wiederaufbau der Brücke wurde seitdem mehrfach diskutiert, auch im Zusammenhang mit der Errichtung des TESLA-Werkes kam das Thema wieder auf den Tisch. Bisher ging es nie über Absichtserklärungen der beteiligten Behörden hinaus, es wird auch der generelle Bedarf in Frage gestellt.

Fotografiert im November 2023

Zollstation Kneipe

Die kleine Häusersammlung an der L143 nördlich von Landsberg hat einen eigenen Wikipedia-Beitrag. Lt. den Bewohnern vom Ort gibt es einige Unschärfen im Artikel, aber die wechselvolle Geschichte lässt sich trotzdem grob ableiten. Bis zum Frieden von Tilsit (1807) befand sich hier die Grenze zwischen Preußen und Sachsen, die hier vorhandene kleine Zollstation hat damals ihre eigentliche Aufgabe verloren.

Dennoch war der Ort für Reisende weiterhin wichtig, es gab eine Herberge, eine Gaststätte, eine „Umspannstation“ für frische Pferde und später dominierte hier die landwirtschaftliche Nutzung. Die Straße wurde verlegt, die Gebäude umgenutzt bzw. komplett neue Gebäude bildeten später einen Vierseithof (auf Satellitenbildern gut zu sehen)

Screenshot von Openstreetmap.org
Blick auf das historische Zollgebäude am Giebel befand sich die „Zahlstelle“.

Vielen Dank an die Eigentümer des Hofes, für die spontane Bereitschaft, mir diese Fotos zu ermöglichen, die geschichtlichen Hintergründe darzustellen und diese hier zu veröffentlichen zu dürfen. Die Gebäude stehen unter Denkmalschutz, Schritt für Schritt wird auch die eigentliche Zollstation wieder hergerichtet.